warum wir existieren
Es gibt unendlich viel Outdoor‑Content.
Routen. Gear. Tipps. Optimierung.
Und trotzdem merken viele von uns:
Es fühlt sich leer an.
Nicht, weil wir nicht wissen, wie man rausgeht.
Sondern weil wenige darüber sprechen, was dort eigentlich passiert –
mit Körpern, mit Beziehungen, mit Zeit, mit Gesellschaft.
ferals ist entstanden aus einem Mangel.
Nicht an Information.
Sondern an Bedeutung.
das problem, das wir bewohnen
Das Draußen ist kein neutraler Ort mehr.
Es ist durchzogen von:
- Leistungslogiken
- Konsumversprechen
- Selbstoptimierungsnarrativen
- technischer Kontrolle
- ästhetischer Normierung
Wer heute draußen ist, steht ständig unter stillen Anforderungen:
schneller, weiter, leichter, sauberer, sichtbarer.
Klassischer Outdoor‑Content verstärkt das, oft ungewollt.
Er erklärt, bewertet, vergleicht.
Er produziert Antworten, wo eigentlich Fragen richtig wären.
Wir glauben:
Das eigentliche Problem ist kein fehlender Skill,
sondern ein beschädigtes Verhältnis.
unsere these
Wir brauchen kein besseres Outdoor‑Marketing.
Wir brauchen Orientierung.
Orientierung entsteht nicht durch Anleitungen,
sondern durch geteilte Erfahrung,
durch Sprache,
durch das Aushalten von Widersprüchen.
ferals funktioniert, weil wir:
- beim Erleben anfangen, nicht bei der Lösung
- gesellschaftliche Strukturen sichtbar machen
- Theorie nutzen, ohne akademisch zu werden
- unsere Thesen leben (MYOG, Alltag, Beziehung, Krankheit, Müdigkeit)
- Technik weder feiern noch verdammen
- Integration statt Lagerbildung betreiben
Wir liefern keine Antworten.
Wir schärfen Wahrnehmung.
was ferals ist
ferals ist:
- ein Ort für Texte, die beim Gehen entstehen
- ein Denkraum zwischen Natur, Körper, Technik und Gesellschaft
- ein kollektives „wir“, kein Autoren‑Ego, keine Marke
- eine Praxis, kein Produkt
Unsere Formate:
- Essays
- Feldnotizen
- Fragmente
- Videoreflexionen
- Newsletter als Briefe, nicht als Push‑System
Alles davon ist langsam, unoptimiert und bewusst unvollständig.
was ferals nicht ist
Wir machen nicht:
- keine Touren‑ oder Reiseguides
- keine Gear‑Rankings oder Kaufempfehlungen
- keine Listen, keine Hacks
- keine Aussteiger‑ oder Hippie‑Romantik
- keine Anti‑Technik‑Pose
- keine Motivationserzählungen
Wenn ein Text nur informiert, ist er falsch.
Wenn er nur gefällt, auch.
für wen wir schreiben
Für Menschen,
die draußen sind oder draußen sein wollen
und merken, dass klassische Outdoor‑Inhalte ihnen nichts mehr sagen.
Menschen, die:
- Müdigkeit nicht nur individuell erklären wollen
- ihre Körper ernst nehmen
- keine Lust mehr auf Selbstoptimierung haben
- Technik ambivalent erleben
- Fragen aushalten können
Wir schreiben mit ihnen, nicht für sie.
warum jetzt
Wir leben in einem Winter der Systeme.
Produktivität läuft weiter,
aber überzeugt nicht mehr.
Körper melden sich zurück.
Zeit fühlt sich falsch an.
Das Draußen wird gleichzeitig übernutzt und instrumentalisiert.
In solchen Phasen entstehen keine großen Programme.
Aber neue Rhythmen.
Neue Sprachen.
Neue - kleine - Praxen.
ferals ist eine davon.
wie wir wachsen (oder auch nicht)
Wir wachsen über:
- wiederkehrende Namen
- lange Gespräche
- geteilte Zweifel
- Resonanz statt Klicks
Sichtbarkeit ist ein Nebenprodukt von Präsenz.
was wir suchen
Keine Zielgruppe.
Keine Skalierung.
Keine Kooperation um einen Preis.
Sondern:
- Menschen, die bleiben
- Gespräche, die weitergehen
- Orte, an denen wir gemeinsam langsamer werden
ein letzter satz
ferals ist kein Weg, dem man folgt.
ferals ist ein Raum, den man betritt,
mit schmutzigen Schuhen, offenen Fragen
und der Bereitschaft, nirgendwo ankommen zu müssen.
Wenn das resoniert,
seid ihr richtig hier.