Ein Zwischenruf: die Freiheit die wir meinen, auch in der Technologie und im Code. Über echte Eigentümerschaft, dezentrale Netzwerke und die Freiheit, die wir meinen.
Warum wir auf Ghost und im Fediverse schreiben
Wir hosten bei Jannis (Magicpages.co) in Österreich. Die Daten liegen bei Hetzner. Ghost als Plattform, ActivityPub, Hypertext und Email als Protokolle. Das klingt technisch, ist es auch. Aber es geht gar nicht um Technik.
Es geht darum, wem wir unsere Texte, unsere Arbeit und unserer Leidenschaft anvertrauen.
Die Sache mit Substack und den Geheimdiensten
Substack nutzt jetzt Persona. Die Firma, die Discords Altersverifikation macht(e). Persona? Peter Thiel. Palantir. Überwachungstechnologie, Datenhandel, militärische Anwendungen. Wer dort veröffentlicht, produziert kostenlos Content für eine Infrastruktur, die wir grundlegend ablehnen - und natürlich ganz direkt für Geheimdienste, wie jetzt erst aufflog.
Das ist keine moralische Anklage, sondern eine Materialfrage. Wie bei einer Naht, die nach 800 Kilometern reißt. Man merkt es erst, wenn es zu spät ist.
Twitter gehört Musk. Instagram gehört Zuckerberg. TikTok war zu wild, zu gefährlich. Bluesky? Ex-Twitter-Leute. Alle sehr weiß, sehr westlich, sehr rechtslastig. Also Systemrelevant. Man kann dort schreiben. Aber man schreibt dann in einem Raum, dessen Wände von anderen gebaut wurden. Und diese Wände haben Türen, die sich von außen verschließen lassen.
Was ist das Fediverse?
Das Fediverse funktioniert wie E-Mail. Du kannst von Gmail nach GMX schreiben, kein Problem. Verschiedene Anbieter, gleiche Sprache. Interoperabilität.
Social Media funktioniert nicht so. Beispiel: Instagram lässt keine Links zu. Keine Links im Internet ist wie Suppe ohne Wasser. Kann man machen, ist dann halt kein Inter-Net mehr. Die Konzerne wollen dich auf ihrer Plattform halten. Möglichst lange. Möglichst süchtig. Deshalb gibt es dort zum Beispiel keine Links.
Im Fediverse kannst du den Anbieter wechseln und deine Follower mitnehmen. Bei Instagram, Twitter, Bluesky? Hohe Hürden. Du fängst von vorne an. Deine Verbindungen gehören der Plattform, nicht dir.
ActivityPub ist das Protokoll, das E-Mail für Social Media macht. Mastodon, Pixelfed, PeerTube. Verschiedene Plattformen, gleiche Sprache. Wir schreiben auf Ghost, ihr lest auf Mastodon. Oder als Email. Es funktioniert.
Warum das wichtig ist
Wir schreiben über Draußensein, über Körper, Material, Beziehungen. Über Strukturen, die wir nicht sehen, bis sie brechen. Über Freiheit, die nicht käuflich ist.
Dann auf Instagram zu posten, dessen Algorithmus entscheidet, wer uns liest? Dessen Geschäftsmodell Aufmerksamkeit - Sucht - in Werbegeld verwandelt? Das passt nicht.
Es geht um Kohärenz. Wenn wir schreiben, dass MYOG bedeutet, Dinge selbst zu bauen, statt sie zu kaufen, dann können wir nicht gleichzeitig unsere Texte auf Plattformen veröffentlichen, die wir ablehnen, nur weil dort "alle sind".
Die Hürde ist real. Im Fediverse sind weniger Menschen. Es ist langsamer. Es fühlt sich an wie ein Trail statt einer Autobahn. Aber es gehört niemandem. Es kann nicht verkauft werden. Es kann nicht monopolisiert werden. Die Menschen, die dort sind, nehmen sich Zeit. Alles ist langsamer, die Beiträge sind länger.
Mosaik
Die Entscheidung
Wir haben uns für Ghost als Plattform entschieden, weil wir nicht für einen Milliardär schreiben wollen. Nicht für Musk, nicht für Zuckerberg, nicht für Thiel. Auch nicht für die nächste Plattform, die gerade gehypt wird, und an denen doch nur wieder eine kleine, weiße Gruppe von Milliardären verdient.
Wir schreiben für Menschen, die draußen sind oder draußen sein wollen. Die spüren, dass klassischer Outdoor-Content nicht mehr passt. Die nicht nur Informationen brauchen, sondern Zusammenhänge.
Das Fediverse ist kein perfekter Ort. Es ist unübersichtlich, klein, verzweigt, roh. Aber es ist ein Ort, an dem wir schreiben können, ohne uns für einen Milliardär entscheiden zu müssen.
Das ist keine Lösung für alle. Es ist unsere Entscheidung. Für diesen Text. Für diese Plattform. Für diese Struktur.
Warum wir auf Ghost und im Fediverse schreiben
Wir hosten bei Jannis (Magicpages.co) in Österreich. Die Daten liegen bei Hetzner. Ghost als Plattform, ActivityPub, Hypertext und Email als Protokolle. Das klingt technisch, ist es auch. Aber es geht gar nicht um Technik.
Es geht darum, wem wir unsere Texte, unsere Arbeit und unserer Leidenschaft anvertrauen.
Die Sache mit Substack und den Geheimdiensten
Substack nutzt jetzt Persona. Die Firma, die Discords Altersverifikation macht(e). Persona? Peter Thiel. Palantir. Überwachungstechnologie, Datenhandel, militärische Anwendungen. Wer dort veröffentlicht, produziert kostenlos Content für eine Infrastruktur, die wir grundlegend ablehnen - und natürlich ganz direkt für Geheimdienste, wie jetzt erst aufflog.
Das ist keine moralische Anklage, sondern eine Materialfrage. Wie bei einer Naht, die nach 800 Kilometern reißt. Man merkt es erst, wenn es zu spät ist.
Twitter gehört Musk. Instagram gehört Zuckerberg. TikTok war zu wild, zu gefährlich. Bluesky? Ex-Twitter-Leute. Alle sehr weiß, sehr westlich, sehr rechtslastig. Also Systemrelevant. Man kann dort schreiben. Aber man schreibt dann in einem Raum, dessen Wände von anderen gebaut wurden. Und diese Wände haben Türen, die sich von außen verschließen lassen.
Was ist das Fediverse?
Das Fediverse funktioniert wie E-Mail. Du kannst von Gmail nach GMX schreiben, kein Problem. Verschiedene Anbieter, gleiche Sprache. Interoperabilität.
Social Media funktioniert nicht so. Beispiel: Instagram lässt keine Links zu. Keine Links im Internet ist wie Suppe ohne Wasser. Kann man machen, ist dann halt kein Inter-Net mehr. Die Konzerne wollen dich auf ihrer Plattform halten. Möglichst lange. Möglichst süchtig. Deshalb gibt es dort zum Beispiel keine Links.
Im Fediverse kannst du den Anbieter wechseln und deine Follower mitnehmen. Bei Instagram, Twitter, Bluesky? Hohe Hürden. Du fängst von vorne an. Deine Verbindungen gehören der Plattform, nicht dir.
ActivityPub ist das Protokoll, das E-Mail für Social Media macht. Mastodon, Pixelfed, PeerTube. Verschiedene Plattformen, gleiche Sprache. Wir schreiben auf Ghost, ihr lest auf Mastodon. Oder als Email. Es funktioniert.
Warum das wichtig ist
Wir schreiben über Draußensein, über Körper, Material, Beziehungen. Über Strukturen, die wir nicht sehen, bis sie brechen. Über Freiheit, die nicht käuflich ist.
Dann auf Instagram zu posten, dessen Algorithmus entscheidet, wer uns liest? Dessen Geschäftsmodell Aufmerksamkeit - Sucht - in Werbegeld verwandelt? Das passt nicht.
Es geht um Kohärenz. Wenn wir schreiben, dass MYOG bedeutet, Dinge selbst zu bauen, statt sie zu kaufen, dann können wir nicht gleichzeitig unsere Texte auf Plattformen veröffentlichen, die wir ablehnen, nur weil dort "alle sind".
Die Hürde ist real. Im Fediverse sind weniger Menschen. Es ist langsamer. Es fühlt sich an wie ein Trail statt einer Autobahn. Aber es gehört niemandem. Es kann nicht verkauft werden. Es kann nicht monopolisiert werden. Die Menschen, die dort sind, nehmen sich Zeit. Alles ist langsamer, die Beiträge sind länger.
Die Entscheidung
Wir haben uns für Ghost als Plattform entschieden, weil wir nicht für einen Milliardär schreiben wollen. Nicht für Musk, nicht für Zuckerberg, nicht für Thiel. Auch nicht für die nächste Plattform, die gerade gehypt wird, und an denen doch nur wieder eine kleine, weiße Gruppe von Milliardären verdient.
Wir schreiben für Menschen, die draußen sind oder draußen sein wollen. Die spüren, dass klassischer Outdoor-Content nicht mehr passt. Die nicht nur Informationen brauchen, sondern Zusammenhänge.
Das Fediverse ist kein perfekter Ort. Es ist unübersichtlich, klein, verzweigt, roh. Aber es ist ein Ort, an dem wir schreiben können, ohne uns für einen Milliardär entscheiden zu müssen.
Das ist keine Lösung für alle. Es ist unsere Entscheidung. Für diesen Text. Für diese Plattform. Für diese Struktur.
Die Naht hält. Das Konzept auch.
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