Verjüngung ab 130 cm von der oberen Kante, ohne Reißverschluss
Fußbox 110 cm x 30 cm, geschlossen und fest vernäht
Länge des Quilts: 190 cm
Zuschnitt
Der Zuschnitt war eine logistische Herausforderung, da der Stoff mit 150 cm Rollenbreite geliefert wird. Wir haben uns darum entschieden, die Fußbox anzustückeln.
Zuschnitt
Ein Teil ist also 220 cm lang (das ist die Gesamtbreite des Quilts am Kopfende), es bleibt ein Rest mit 80 cm x 150 cm übrig. Die 80 cm haben wir auf 40 cm halbiert und an den kurzen Seiten zusammengenäht, was wir dann unten quer an das große Stück angenäht haben. So entsteht die Fußbox mit einer Naht in der Mitte. Insgesamt haben wir also 220 cm Breite und 190cm Länge. Unten links und Rechts steht etwas Stoff ab, den wir gerade abschneiden.
Von oben gemessen markieren wir bei 130 cm den Start der Verjüngung der Fußbox. Die Fußbox ist 110 cm breit, also Messen wir von der Mitte aus 55 cm in jede Richtung und markieren die Stellen und schneiden die Verjüngung zu.
Die drei Lagen gelegt und geheftet
Zusammenbau
Wenn alle drei Stoffbahnen (Innen, Außen, Isolation) zugeschnitten sind, starten wir mit dem Außenstoff, der mit der Außenseite nach oben ("auf rechts") liegt, darauf liegt der Innenstoff (bei unserem Stoff gibt es keinen Innen- oder Außenseite, sonst würden die Stoffe aber rechts auf rechts liegen) und ganz oben liegt die Isolation. Alles gut zusammen feststecken und rundherum nähen. Die Fußbox bzw. untere Kante bleibt zur Hälfte geöffnet und wird erst nach dem Umstülpen geschlossen.
Vernähen der drei Lagen.
Die Fußbox wird auf 60 cm Länge bis zum Beginn der Verjüngung schlauchförmig zusammengesteckt und auch zusammengenäht. Am Start der Naht habe ich noch ein Stück Elastikband vernäht, das möglichen Zug auf die Naht etwas auffangen soll, wenn der Quilt geöffnet wird. Hier könnte natürlich auch ein Reißverschluss vernäht werden, wir haben uns aber dagegen entschieden.
Es bleibt noch Stoff übrig, aus dem wir den Deckel für die Fußbox schneidern. Die Stoffreste sollten für ein Kissen mit etwa 110 cm Breite und ca. 40 cm Höhe passen. Das Kissen genauso wie den Quilt legen und nähen, dann unten in den Schlauch stecken. Mögliche Überstände an den abgerundeten Ecken habe ich einfach mit eingenäht. Das ist alles etwas fummelig, mit viel Augenmaß und mehreren Versuchen hat es aber geklappt.
Fazit und Learnings
Die Schnittkanten der Rolle sind nicht immer gerade. Lieber selbst schneiden.
Das dünne Material ist nicht leicht zu verarbeiten; viel Sorgfalt, Kontrolle, Zug und langsames Nähen sind angebracht.
Der Quilt ist kleiner geworden als geplant, da wir beim Zuschnitt viel korrigieren mussten. Insgesamt ist der Quilt aber ganz ansehnlich geworden.
Bis ca. 10° C getestet und für gut befunden – vor allem mit rechteckigen Schaumstoffmatten. Die aufblasbaren Matten in Mumienform lassen natürlich Lücken zwischen den Matten offen, durch die die Kälte zieht.
Die Befestigungen für die Mattenfixierung haben wir vergessen. Die baue ich nachträglich an: Naht etwas auftrennen, einstecken und drübernähen.
870 Gramm
Warum wir das zeigen
MYOG ist eine Praxis der Aneignung. Wer selbst näht, lernt Materialität: wie Stoffe sich verhalten, wo Nähte reißen. Wer selber macht und repariert, macht sich unabhängiger von Verfügbarkeit, Lieferketten, Marketingzyklen- und hypes.
Das Draußen wird anders, wenn wir es nicht nur konsumieren, sondern es herstellen, wenn wir verstehen, wie die Dinge gemacht sind, wenn der Schlafsack, der Rucksack, nicht Produkt ist, sondern Prozess.
Vom Kaufen zum Können, vom Besitzen zum Verstehen.
Der Quilt liegt jetzt in seinem Packsack. Er wiegt mehr als ein anderer Apex-Quilt, er ist nicht so warm wie ein Daunenschlafsack, er hat eine sichtbare Naht an der Fußbox und vergessene Mattenfixierungen. Aber wir wissen, wo jede Naht sitzt. Wir kennen jeden Kompromiss. Wir können ihn reparieren, wenn er kaputt geht.
"Endlich Frühling!", ruft alles in und um uns. Was ist das aber für eine Sehnsucht? Was ist es, das uns packt und in die Natur gehen lässt? Woher kommt der Drang, uns mit Grün zu umgeben?
Ein Zwischenruf: die Freiheit die wir meinen, auch in der Technologie und im Code. Über echte Eigentümerschaft, dezentrale Netzwerke und die Freiheit, die wir meinen.
Seit letztem Jahr lag das Material für einen MYOG Double Quilt herum und wartete geduldig:
Maße der Zuschnitte
Zuschnitt
Der Zuschnitt war eine logistische Herausforderung, da der Stoff mit 150 cm Rollenbreite geliefert wird. Wir haben uns darum entschieden, die Fußbox anzustückeln.
Ein Teil ist also 220 cm lang (das ist die Gesamtbreite des Quilts am Kopfende), es bleibt ein Rest mit 80 cm x 150 cm übrig. Die 80 cm haben wir auf 40 cm halbiert und an den kurzen Seiten zusammengenäht, was wir dann unten quer an das große Stück angenäht haben. So entsteht die Fußbox mit einer Naht in der Mitte. Insgesamt haben wir also 220 cm Breite und 190cm Länge. Unten links und Rechts steht etwas Stoff ab, den wir gerade abschneiden.
Von oben gemessen markieren wir bei 130 cm den Start der Verjüngung der Fußbox. Die Fußbox ist 110 cm breit, also Messen wir von der Mitte aus 55 cm in jede Richtung und markieren die Stellen und schneiden die Verjüngung zu.
Zusammenbau
Wenn alle drei Stoffbahnen (Innen, Außen, Isolation) zugeschnitten sind, starten wir mit dem Außenstoff, der mit der Außenseite nach oben ("auf rechts") liegt, darauf liegt der Innenstoff (bei unserem Stoff gibt es keinen Innen- oder Außenseite, sonst würden die Stoffe aber rechts auf rechts liegen) und ganz oben liegt die Isolation. Alles gut zusammen feststecken und rundherum nähen. Die Fußbox bzw. untere Kante bleibt zur Hälfte geöffnet und wird erst nach dem Umstülpen geschlossen.
Die Fußbox wird auf 60 cm Länge bis zum Beginn der Verjüngung schlauchförmig zusammengesteckt und auch zusammengenäht. Am Start der Naht habe ich noch ein Stück Elastikband vernäht, das möglichen Zug auf die Naht etwas auffangen soll, wenn der Quilt geöffnet wird. Hier könnte natürlich auch ein Reißverschluss vernäht werden, wir haben uns aber dagegen entschieden.
Es bleibt noch Stoff übrig, aus dem wir den Deckel für die Fußbox schneidern. Die Stoffreste sollten für ein Kissen mit etwa 110 cm Breite und ca. 40 cm Höhe passen. Das Kissen genauso wie den Quilt legen und nähen, dann unten in den Schlauch stecken. Mögliche Überstände an den abgerundeten Ecken habe ich einfach mit eingenäht. Das ist alles etwas fummelig, mit viel Augenmaß und mehreren Versuchen hat es aber geklappt.
Fazit und Learnings
Warum wir das zeigen
MYOG ist eine Praxis der Aneignung. Wer selbst näht, lernt Materialität: wie Stoffe sich verhalten, wo Nähte reißen. Wer selber macht und repariert, macht sich unabhängiger von Verfügbarkeit, Lieferketten, Marketingzyklen- und hypes.
Das Draußen wird anders, wenn wir es nicht nur konsumieren, sondern es herstellen, wenn wir verstehen, wie die Dinge gemacht sind, wenn der Schlafsack, der Rucksack, nicht Produkt ist, sondern Prozess.
Vom Kaufen zum Können, vom Besitzen zum Verstehen.
Der Quilt liegt jetzt in seinem Packsack. Er wiegt mehr als ein anderer Apex-Quilt, er ist nicht so warm wie ein Daunenschlafsack, er hat eine sichtbare Naht an der Fußbox und vergessene Mattenfixierungen. Aber wir wissen, wo jede Naht sitzt. Wir kennen jeden Kompromiss. Wir können ihn reparieren, wenn er kaputt geht.
Das ist der Unterschied.
Reaktionen aus dem Fediverse
Als Nächstes lesen
Wider die Seinsleere oder die Freiheit als Freundlichkeit
"Endlich Frühling!", ruft alles in und um uns. Was ist das aber für eine Sehnsucht? Was ist es, das uns packt und in die Natur gehen lässt? Woher kommt der Drang, uns mit Grün zu umgeben?
Wenn das Draußen schweigt
Der Weg ist da, das Wetter passt, der Körper trägt uns, und doch stellt sich nichts ein.
Über Technologie und Freiheit
Ein Zwischenruf: die Freiheit die wir meinen, auch in der Technologie und im Code. Über echte Eigentümerschaft, dezentrale Netzwerke und die Freiheit, die wir meinen.
Die dritte Dimension
In den Bergen verändert sich nicht nur die Landschaft, sondern das Verhältnis zwischen uns und der Ordnung, die uns regiert.