Ende 1943 formierte sich in in Norditalien eine starke Widerstandsbewegung, im Val Grande, den Ossola Tälern und am Lago Maggiore kam es immer wieder zu Gefechten. Die Resistenza traf vor allem die Infrastruktur der deutschen Besatzer und italienischen Faschisten empfindlich, führte Guerillaaktionen durch und zogen sich wieder in's unzugängliche Dickicht der tiefen Täler zurück.
Im Juni 1944 marschierten etwa 17.000 Nazis und Faschisten unter der Führung der SS durch das Tal und massakrierten alle, die sie antrafen und von denen sie annahmen, Partisanen zu sein. Das waren die berüchtigten “Rastrellamento”, die “Auskämmungsaktionen”, bei denen deutsche Spezialeinheiten systematisch die Täler bis zur Schweizer Grenze durchsuchten. In Pogallo wurden so am 18. Juni 1944 18 junge Widerstandskämpfer erschossen. In der gesamten Gegend des Val Grande und der angrenzenden Täler fanden etwa 500 Antifaschisten der Resistenza einen gewaltsamen Tod.
Und doch erstarkte die Resistenza hier, die Machtverhältnisse verschoben sich. Im September 1944 schafften es die Partisanen, die Partisanenrepublik Ossola auszurufen und eine zivile Regierung auf italienischem Boden einzusetzen. Über 82.000 Menschen lebten für 44 Tage in dieser freien Republik. Viele der Gesetze wurden später zur Grundlage der heutigen italienischen Verfassung.
Die Alliierten ließen die Partisanenrepublik im Stich, am 9. Oktober 1944 eroberte die Wehrmacht gemeinsam mit italienischen Faschisten das befreite Gebiet zurück. Rund 35.000 Flüchtlinge versuchten, über die verschneiten Berge und in Zügen durch den Simplon in die Schweiz zu entkommen.
Ein sehr eindrückliches und lesenswertes Interview mit der Partisanin Antonietta Chiovini gibt Auskunft und Augenzeugenbericht zu dieser Zeit. Bei der Alpi Ticinesi kann man den Verlauf der Partisanenkämpfe der Region nachvollziehen. Der Besuch der Casa della Resistenza in Fondotoce steht für uns bei unserem nächsten Besuch auf dem Pflichtprogramm!
Ende 1943 formierte sich in in Norditalien eine starke Widerstandsbewegung, im Val Grande, den Ossola Tälern und am Lago Maggiore kam es immer wieder zu Gefechten. Die Resistenza traf vor allem die Infrastruktur der deutschen Besatzer und italienischen Faschisten empfindlich, führte Guerillaaktionen durch und zogen sich wieder in's unzugängliche Dickicht der tiefen Täler zurück.
Im Juni 1944 marschierten etwa 17.000 Nazis und Faschisten unter der Führung der SS durch das Tal und massakrierten alle, die sie antrafen und von denen sie annahmen, Partisanen zu sein. Das waren die berüchtigten “Rastrellamento”, die “Auskämmungsaktionen”, bei denen deutsche Spezialeinheiten systematisch die Täler bis zur Schweizer Grenze durchsuchten. In Pogallo wurden so am 18. Juni 1944 18 junge Widerstandskämpfer erschossen. In der gesamten Gegend des Val Grande und der angrenzenden Täler fanden etwa 500 Antifaschisten der Resistenza einen gewaltsamen Tod.
Und doch erstarkte die Resistenza hier, die Machtverhältnisse verschoben sich. Im September 1944 schafften es die Partisanen, die Partisanenrepublik Ossola auszurufen und eine zivile Regierung auf italienischem Boden einzusetzen. Über 82.000 Menschen lebten für 44 Tage in dieser freien Republik. Viele der Gesetze wurden später zur Grundlage der heutigen italienischen Verfassung.
Die Alliierten ließen die Partisanenrepublik im Stich, am 9. Oktober 1944 eroberte die Wehrmacht gemeinsam mit italienischen Faschisten das befreite Gebiet zurück. Rund 35.000 Flüchtlinge versuchten, über die verschneiten Berge und in Zügen durch den Simplon in die Schweiz zu entkommen.
Ein sehr eindrückliches und lesenswertes Interview mit der Partisanin Antonietta Chiovini gibt Auskunft und Augenzeugenbericht zu dieser Zeit. Bei der Alpi Ticinesi kann man den Verlauf der Partisanenkämpfe der Region nachvollziehen. Der Besuch der Casa della Resistenza in Fondotoce steht für uns bei unserem nächsten Besuch auf dem Pflichtprogramm!
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