Der Weg ist da, das Wetter passt, der Körper trägt uns, und doch stellt sich nichts ein.
Wir gehen hinaus mit einer leisen Erwartung. Wahrscheinlich nicht formuliert, sondern körperlich gespürt: dass sich etwas löst, dass der Kopf langsamer wird, dass sich etwas ordnet. Manchmal passiert das. Manchmal bleibt auch alles gleich. Der Weg ist da, das Wetter passt, der Körper trägt uns, und doch stellt sich nichts ein.
Dann antwortet das Draußen nicht.
Wir sind gewohnt, Bewegung mit Wirkung zu verbinden. Gehen soll doch etwas in Gang setzen, innen wie außen. Bleibt dies aus, suchen wir Gründe. Wir nennen es einen schlechten Tag oder reden uns ein, dass Einsichten Zeit brauchen. Aber es gibt auch Situationen, in denen nichts reift. Das Schweigen bleibt.
In solchen Momenten zeigt sich, wie viel Erwartung wir trotz aller Vorsicht mittragen. Wir sagen, der Weg schulde uns nichts, und hoffen doch auf ein Zeichen, auf Stimmigkeit. Wenn es ausbleibt, entsteht Unruhe. Pausen werden verlängert, die Gedanken kreisen. Manchmal richtet sich der Blick gegen uns selbst. Vielleicht war es zu kurz, zu nah, zu wenig anders. Aber vielleicht war es auch einfach leer.
Diese Leere lässt sich nicht gut erzählen. Sie bringt keine Ordnung hervor und damit kein Gefühl von Ankommen. Sie ist weder befreiend noch klärend, und gerade deshalb fordert sie uns heraus. Sie zeigt, mindestens, wie stark wir daran gewöhnt sind, dem Draußen eine Funktion zuzuschreiben, als Gegenraum, als Korrektiv, als Resonanzfläche.
Das Draußen bleibt neutral. Es trägt uns, ohne uns etwas zurückzugeben. Das Gehen führt nirgends hin, außer durch den Tag. Wir drehen um oder gehen weiter. Beides verändert wenig. Der Weg bleibt, was er ist, und wir bleiben bei uns.
Bleiben wir in losem Kontakt Wenn Dir dieser Text gefallen hat, ist der Newsletter der ruhigste Weg, Neues von ferals zu lesen: unregelmäßige E-Mails mit neuen Texten, Hintergründen und Notizen aus dem Unterwegssein.
Ein Zwischenruf: die Freiheit die wir meinen, auch in der Technologie und im Code. Über echte Eigentümerschaft, dezentrale Netzwerke und die Freiheit, die wir meinen.
Wir gehen hinaus mit einer leisen Erwartung. Wahrscheinlich nicht formuliert, sondern körperlich gespürt: dass sich etwas löst, dass der Kopf langsamer wird, dass sich etwas ordnet. Manchmal passiert das. Manchmal bleibt auch alles gleich. Der Weg ist da, das Wetter passt, der Körper trägt uns, und doch stellt sich nichts ein.
Dann antwortet das Draußen nicht.
Wir sind gewohnt, Bewegung mit Wirkung zu verbinden. Gehen soll doch etwas in Gang setzen, innen wie außen. Bleibt dies aus, suchen wir Gründe. Wir nennen es einen schlechten Tag oder reden uns ein, dass Einsichten Zeit brauchen. Aber es gibt auch Situationen, in denen nichts reift. Das Schweigen bleibt.
In solchen Momenten zeigt sich, wie viel Erwartung wir trotz aller Vorsicht mittragen. Wir sagen, der Weg schulde uns nichts, und hoffen doch auf ein Zeichen, auf Stimmigkeit. Wenn es ausbleibt, entsteht Unruhe. Pausen werden verlängert, die Gedanken kreisen. Manchmal richtet sich der Blick gegen uns selbst. Vielleicht war es zu kurz, zu nah, zu wenig anders. Aber vielleicht war es auch einfach leer.
Diese Leere lässt sich nicht gut erzählen. Sie bringt keine Ordnung hervor und damit kein Gefühl von Ankommen. Sie ist weder befreiend noch klärend, und gerade deshalb fordert sie uns heraus. Sie zeigt, mindestens, wie stark wir daran gewöhnt sind, dem Draußen eine Funktion zuzuschreiben, als Gegenraum, als Korrektiv, als Resonanzfläche.
Das Draußen bleibt neutral. Es trägt uns, ohne uns etwas zurückzugeben. Das Gehen führt nirgends hin, außer durch den Tag. Wir drehen um oder gehen weiter. Beides verändert wenig. Der Weg bleibt, was er ist, und wir bleiben bei uns.
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